Festzinsanlage

Ein Zahnimplantat ist eine große Investition in Ihre Gesundheit. Machen wir uns nichts vor - wer keinen Kredit für seine Zähne aufnehmen will, der sollte frühzeitig eine Geldanlage speziell für eine früher oder später anstehende Zahnbehandlung aufbauen. Eine gute Form ist hierfür die sogenannte Festzinsanlage. Was ist damit gemeint?

Die Festzinsanlage ist eine Form des Festgeld oder Termingeld. Es gibt hier keine klare Begriffsdefinition, unterschiedliche Banken verwenden für die Geldanlage über eine längeren Zeitraum nicht die identischen Begriffe. Festgeld ist vielleicht der bekannteste, aber auch ein Tagesgeldprodukt kann bzgl. seiner Laufzeit den Charakter von Festgeld annehmen. Grundsäzlich gilt: Tagesgeld sollte täglich verfügbar sein, Festgeld nicht. Dieses Minus an Flixibilität sollte durch bessere Zinsen ausgeglichen werden. Und meist ist dem auch so - aber nicht immer. Denn der langfristige Zinssatz, den eine Bank anbietet, ist eine Prognose in die Zukunft. Sind sinkende Zinsen zu erwarten, so können langfristige Zinssätze sogar niedriger sein als solche für Anlagen mit einem Anlagezeitraum von einigen Monaten. Oder als die Konditionen für das erwähnte Tagesgeld.

Festgeld und Festzinsanlage können landläufig dahingehend unterschieden werden, dass die Festzinsanlage über einen längeren Zeitraum läuft. Die Mercedes-Benz Bank macht beispielsweise regen Gerbauch von dieser Begrifflichkeit und unterscheidet ihr Produktportfolio in Festgeld und Festzinsanlage, letztere beginnt bei einer Anlagedauer von zwei Jahren, bis dahin wird das Wort Festgeld verwendet.

Um den Bogen hin zu den Zahnimplantat-Kosten zu spannen: Sicherlich lässt sich nicht genau planen, wann ein Eingriff zu erfolgen hat. Doch oft gibt es hier zeitliche Spielräume, die bei der Anlage für das eigene Vermögen berücksichtigt werden sollten. Da die Zinssätze für Festzinsanlagen zwar von der Laufzeit, jedoch meist nicht von der Anlagehöhe abhängig sind, kann eine Stückelung vorteilhaft sein. Wenn also beispielsweise jedes Jahr eine Festzinsanlage ausläuft (und dann neu investiert wird, wenn keine Zahnersatzbehandlungskosten anstehen), hat man ein höheres Maß an Flexibilität als bei eine einzigen Festzinsanlage, die dann vielleicht erst in 3 Jahren ohne Abzüge verfügbar wäre. Über die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung wäre in diesem Zusammenhang natürlich auch noch nachzudenken, doch sind die Verluste, die hierbei auftreten, oft nicht zu rechtfertigen - ein Kredit könnte mitunter sogar die bessere Wahl sein.

Schließlich sollte bei der Bezahlung einer Zahnbehandlung, zumindest bei solchen mit einem größeren Finanzvolumen, auch an die Ausgestaltung der Zahlungsmodalitäten gedacht werden. Ein Zahnarzt ist letzten Endes ein Unternehmer. Wenn Sie klar auf Ihre finanzielle Situation hinweisen und eine Streckung der Zahlung anregen, bei der Sie ohne Zinsverluste die Festzinsanlage auslaufen lassen können, so wird er sich hier möglicherweise auf Sie zu bewegen.

Zusammenfassend sei darauf hingewiesen, dass jeder größere medizinische Eingriff, der vom Patienten teilweise oder komplett übernommen werden muss, eine finanzielle Dimension annehmen kann, die sorgsam im Voraus geplant werden will. Wer hierfür frühzeitig Geld beiseite schafft und diese Geldanlage zinsgünstig investiert, etwa als Festgeld oder Festzinsanlage, der kann sich beruhigt zurücklehnen - und bares Geld sparen!