Dentaltourismus
Unter Dentaltourismus wird die Verbindung aus Tourismus und zahnärztlichen Dienstleistungen verstanden. Wobei der touristische Anteil sehr gering ausfallen kann, denn im Vordergrund steht die Kostenersparnis, die mit einer Behandlung im Ausland erzielt werden kann.
Angenommen eine Behandlunng in Deutschland mit dem Einsetzen von mehreren Zahnimplantaten kostet den Patienten laut Heil- und Kostenplan 5000 Euro. Ein Angebot, dass ein Zahnarzt in Osteuropa macht, liegt deutlich unter diesem Kostenvoranschlag, nämlich bei 1800 Euro. Zu beachten ist natürlich, ob hier nicht am Material oder sonstigen qualitativ wichtigen Punkten gespart wird. Eine solche Kostendifferenz ist an sich aber nicht ungewöhnlich, da vor allem der Faktor Arbeit ein Kostentreiber im zahnärztlichen Sektor ist, und da ist Osteuropa nun einmal deutlich günstiger.
In unserem Beispiel ist der Zahnarzt aus Osteuropa für den potentiellen Dentaltouristen also 3200 Euro günstiger. Jetzt müssen noch die zusätzlichen Kosten mit eingerechnet werden, die durch eine Reise ins Ausland entstehen, also vor allem Flug oder Zug-/Autoanfahrt und Hotelunterkunft. Daneben fallen meist noch Kosten für einen Dienstleister an, der auf Dentaltourismus spezialisiert ist, also etwa ein ortskundiger Dolmetscher. Vielleicht ergeben sich so noch einmal Zusatzkosten von 1000 Euro. Damit ist die Zahnbehandlung in Osteuropa aber immer noch 2200 Euro günstiger als dies in Deutschland der Fall wäre. Zudem ist ein kleiner “Urlaub” praktisch noch inklusive. Somit würde sich der Dentaltourismus hier bezahlt machen.